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Marathonläufe
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| Jahr
| Wo
| Marathon
| 10KM
| Halbmarathon
| Platz-AK
| Platz
|
| 1996
| München
| 3:52:16
| ---
| 1:54:07
| 447
| 2186
|
| 1996
| Berlin
| 3:35:23
| ---
| ---
| 1378
| 7196
|
| 1997
| Bad Füssing
| 3:17:51
| ---
| ---
| 33
| 115
|
| 1997
| Regensburg
| 3:11:07
| ---
| ---
| 130
| 650
|
| 1997
| Berlin
| 3:09:27
| 0:44:06
| 1:32:48
| 391
| 1866
|
| 1998
| Bad Füssing
| 3:13:51
| ---
| ---
| 23
| 94
|
| 1998
| Boston
| 3:08:38
| ---
| ---
| 1195
| 1810
|
| 1998
| Kopenhagen
| 3:03:02
| ---
| ---
| 191
| 194
|
| 1998
| Jungfrau
| 4:12:07
| ---
| 1:40:28
| 250/1134
| 418/2604
|
| 1998
| Berlin
| 3:05:41
| ---
| 1:25:45
| 351
| 1495
|
| 1999
| Bad Füssing
| 3:16:05
| ---
| 1:33:07
| 14/56
| 59/361
|
| 2000
| Hamburg
| 3:00:33
| 0:41:58
| 1:28:16
| 172
| 742
|
| 2000
| Jungfrau
| 4:04:44
| ---
| 1:35:08
| 197/1207
| 326/3208
|
| 2000
| München
| 3:06:35
| ---
| 1:28:35
| 72
| 276
|
| 2001
| Jungfrau
| 4:00:48
| ---
| 1:33:46
| 208/1071
| 333/3245
|
| 2001
| München
| 3:05:54
| ---
| 1:29:41
| 93
| 322
|
| 2002
| Bad Füssing
| 3:07:39
| ---
| ---
| 19
| 59
|
| 2002
| Jungfrau
| 4:08:36
| ---
| 1:34:27
| 61
| ---
|
| 2002
| München
| 3:04:21
| ---
| 1:29:09
| 78
| 416
|
| 2004
| Bad Füssing
| 3:22:55
| ---
| ---
| ---
| ---
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| 2004
| Liechtenstein
| 4:18:56
| ---
| ---
| 33/109
| 108/552
|
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Marathonläufe
Nach drei Jahren, in denen verschiedene Strecken ausprobiert wurden,
konnte man im Jahr 2002 schließlich wieder auf einer sehr schönen
Strecke ins Olympiastadion laufen. Was dem Veranstalter auch prompt
einen Teilnehmerrekord bescherte, der auch gleichzeitig sein letztes
Problem markiert: Der enge Startbereich an der Werner-von-Linde-Halle
ist für Teilnehmerzahlen von 8000 und mehr nicht geeignet, ich
brauchte fast 2 km, die zwar nicht viel Zeit, aber Kraft kosten, um
"mein Tempo" zu laufen. Aber auch dieses Problem wird dem Vernehmen
nach im nächsten Jahr gelöst, indem der Start auf die
breite Ackermannstraße am Olympiapark vorverlegt wird. Hoffentlich
dann auch mit Startblöcken.
Der neu konzipierte "Medienmarathon" kombiniert
Abschnitte der alten, olympischen Strecke von 1972,
auf der ich im Mai 1996 noch meinen ersten Marathon gelaufen bin,
und der Europameisterschaftssrecke in 2002 in einer großen Runde:
Start im Olympiapark, Ziel im Stadion, eine Schleife durch den
Englischen Garten, sowie der Weg durch die Innenstadt und rechts der Isar
entlang.
Zum Konzept gehört seit diesem Jahr auch die Konzentration aufs
Laufen und der Verzicht auf teure Spitzenläufer,
um mehr Geld für die Masse zu haben und dem lokalen
Nachwuchs eine Chance zu geben. Ich halte diese "Back-to-the-Roots"-Strategie
für sehr gut.
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Berlin Marathon (1996, 1997, 1998)
Das deutsche Superlativ:
Die meisten Teilnehmer, die meisten Zuschauer, die größte Stadt.
Ein Muss, auch wenn mir der Zirkus um die gute Stimmung manchmal auf die Nerven
geht.
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Thermenmarathon Bad Füssing (1997, 1998, 1999, 2002, 2004)

Findet immer am ersten Februarwochenende statt: Ein Wintermarathon, dessen
Attraktivität stark vom Wetter abhängt. Mal sind es -14 Grad am
Start, mal herrscht schönstes Frühlingswetter.
Der Kurs führt durchs niederbayrische Land bei Bad Füssing, ein
Landschaftmarathon. Ursprünglich war es eine große Runde, was 1998
zugunsten eines gleichzeitig stattfindenden Halbmarathons geändert wurde:
Jetzt sind zwei Runden zu laufen. Nach dem Lauf kann man sich kostenlos im
warmen Wasser des Johannesbads erholen, was sehr schön ist. Leider
gibt es wegen des Halbmarathons und des ebenfalls angebotenen 10 km Laufs
mittlerweile sehr viele Teilnehmer (etwa 2000 in 2002, davon 500 Marathonläufer), so dass es im Bad etwas eng zugeht.
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Regensburg Marathon (1997)
Ein schöner Marathon im späten Frühjahr. Zwei Runden durch
die Regensburger Altstadt und hinaus zum Hafen an der Donau. Nach den
Kopfsteinpflasterabschnitten zweifelt niemand mehr daran, dass Asphalt
federt. Der Lauf hatte für mich eine besondere Bedeutung, weil ich
mich damit für Boston qualifizierte.
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Boston Marathon (1998)
Der Stadtmarathon, obwohl er genau genommen größtenteils
außerhalb Bostons verläuft.
Boston und seinen Marathon umwehen ein Hauch von Tradition
und Exklusivität, was sich schon in der Tatsache manifestiert, dass
es
Qualifikationszeiten gibt. Die ändern sich immer mal wieder, aber
in den letzten Jahren lagen sie bei 3:10 für M30, 3:15 für M35 etc.
Frauen gesteht man 30 Minuten mehr zu. Es gab Zeiten, da musste man als M35
deutlich unter 3 h laufen.
Am Lauftag regnet es morgens leider in Strömen.
Wir werden in alten, gelben Schulbussen, wie man sie aus Filmen kennt,
40 km hinaus nach Hopkinton gefahren.
Bis zum Start um 12 Uhr mittags muss man noch 3 h
in einem überfüllten Zelt ausharren, die Erwartung steigt,
es hört allmählich auf zu regnen. Schließlich machen sich die
Ersten schon kurz nach 11 auf den Weg zum Start, etwa 1 km entfernt.
Hubschrauber kreisen über uns.
Die Strecke führt die ersten 25 km mehr oder weniger steil bergab,
fast jeder läuft
hier wider besseren Wissens zu schnell.
Es rächt sich danach auf den berühmten Hügeln. Man kennt das
bis zum Überdruss aus den alljährlichen Fernsehübertragungen,
aber es passiert trotzdem.
Die Zielgerade ist eine echte Triumphmeile.
Für mich war Boston der spannendste Stadtmarathon.
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Kopenhagen Marathon (1998)
Kein großer Marathon, aber ein sehr schöner. Die Strecke führt
recht kurvenreich durch Kopenhagen, vorbei an viel
Wasser, die letzten 5 km am Hafen entlang. Ich hatte großes Glück
mit dem Wetter, lief eine für meine Verhältnisse gute Zeit,
und war rundum zufrieden. Nachmittags dann ein Bierchen im Tivoli oder
am Nyhavn. h
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Hamburg Marathon (2000)
Ein schöner Stadtmarathon, eine große Runde
vorbei an Hafen und Alster. Mir gefällt
die Strecke sogar besser als die in Berlin. Leider ist das Wetter im April
und dazu in Hamburg sehr unbeständig.
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Kaum ein Berglauf ist so bekannt und begehrt wie
der Jungfrau-Marathon. Das ist schade, weil man Losglück
braucht, um überhaupt starten zu dürfen. Der
wachsende Rummel passt nicht so recht zur Bergwelt,
auch wenn die das
sommers wie winters gewohnt ist: Ins lokale Kabelnetz wird neben den
deutschen Sendern sogar ein
japanischer eingespeist. Wie dem auch sei: Es ist tatsächlich
die schönste Marathonstrecke, die ich kenne.
42,195 km und 1800 HM hören sich respekteinflößend an und
sind es auch. Trotzdem ist der Jungfrau-Marathon
vielleicht weniger anstrengend - oder besser: "Geht weniger auf die Knochen" -
als ein Stadtmarathon. Das hat zum einen damit zu tun, dass nicht alles
Asphalt ist, dass man zwangsläfig langsamer läuft, dass es nur
bergauf geht, aber vor allem
liegt es an der Umgebung: Es wird nie langweilg. Selbst bei schlechtem Wetter
bietet sich immer wieder ein neuer Anblick: Wolken, die sich für einen
Augenblick lichten und den Blick auf Felswände oder Gletscher frei
geben, oder einfach nur der Genuss, auf weichem Boden an einem Bergbach
langzulaufen.
Die
Strecke
gliedert sich in 5 Abschnitte unterschiedlicher Charakteristik:
Die ersten 10 km nach dem Start in Interlaken auf 565 HM sind
flach und asphaltiert. Dann geht es meist auf Sand und
Waldwegen etwa 250 HM sanft bergan nach Lauterbrunnen
(km 20-25, ca. 800 HM). Es folgt der
sehr steile Anstieg nach Wengen, genauer Wengwald (km 29, 1200 HM): Das sind
nur 1,5 km, aber fast 400 HM, also im Mittel etwa 26% (!). Mein Ziel
war immer, diesen Abschnitt tatsächlich laufend zurückzulegen:
Das bringt keinen großen Zeitgewinn, aber macht mehr Spaß und ist
gut für die Moral. Anschließend zieht sich ein breiter
Forstweg steil, aber nicht zu steil, bis Wixi (km 39, 1830 HM). Das letzte
Stück führt über einen schmalen, oft schlammigen Bergweg
wieder sehr steil
über die Eigermoräne zum Eigergletscher (km 41, 2205 HM);
an Laufen ist hier in der Regel nicht mehr zu denken, da die
Verhältnisse zu
schlecht und die Läufer zu müde sind, so dass sich eine lange
Schlange auf dem schmalen Bergpfad bildet.
Der letzte Kilometer führt dann
leicht bergab ins Ziel auf der kleinen Scheidegg (2110 HM).
Auf eine bestimmte Endzeit hin, plant man am besten
jeden Abschnitt für sich.
Welche Endzeit auch immer man anpeilt, folgendes ist zu beherzigen:
Vor dem Anstieg nach Wengen bei km 25 muss man sich noch frisch fühlen,
sonst wird's nichts mehr.
Zwischenzeiten werden bei Halbmarathon und in Wengen gemessen, d.h. kurz vor
dem ersten ersten steilen Anstieg und danach. Außer beim ersten Mal
peilte ich immer eine Zeit um 4 h an, mit folgenden Zwischenzeiten:
| Jahr
| Marathon
| Halbmarathon
| Lauterbrunnen-Wengen
| Wengen-Ziel
|
| 1998
| 4:12:07
| 1:40:28
| 0:58:19
| 1:33:19
|
| 2000
| 4:04:44
| 1:35:08
| 0:57:15
| 1:32:19
|
| 2001
| 4:00:48
| 1:33:46
| 0:55:48
| 1:31:14
|
| 2002
| 4:08:36
| 1:34:27
| 0:58:26
| 1:35:42
|
Planen kann man eigentlich nur bis Halbmarathon, danach muss man
sehen, was noch geht. Ein 4:30er Schnitt bis km 25 ist durchaus
vernünftig für eine 4-h-Endzeit. Wirklich viel Zeit kann
man auf der Eigermoräne mit Wadenkrämpfen verlieren: Ich
hatte bei allen 4 Teilnahmen Krämpfe, in 2002 so schlimm, dass
ich nicht einmal mehr den letzten Kilometer bergab ins Ziel laufen
konnte und habe das immer auch bei zahlreichen anderen Läufern
beobachtet: Der Flüssigkeitsverlust nach 40 km, der Rythmuswechsel
und der extrem steile Anstieg wirken hier zusammen.
Der Jungfrau-Marathon ist ein sehr schöner Naturmarathon, auf dem sich
bestätigt, was sich Nichtläufer schwer vorstellen können:
Beim Laufen kann die Natur intensiver und eindrücklicher als das sonst
möglich ist erlebt werden, sofern man
nicht zu erschöpft ist, um überaupt
noch etwas aufzunehmen.
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Liechtenstein Alpin-Marathon (2004)

Der Liechtenstein-Marathon gleicht in mancher Hinsicht
dem Jungfrau- Marathon: Beide haben etwa 1800 HM,
überwiegend Bergwege und sind auf den ersten
10 km total flach.
Aber im Gegensatz zum
Jungfrau-Marathon geht es in Liechtenstein auch bergab:
Bei km 21 300 HM hinunter nach Steg.
Außerdem ist der Schlussteil "rund um
Malbun" wirklich gemein, was mir aber erst hinterher klar war.
Das ist auf der
Karte
der Abschnitt bei km 37, der mit einer kurzen
Asphaltstrecke beginnt und dessen höchster Punkt bei km 40
erreicht wird.
Der
Startbereich
bei der Wurstfabrik "Malbuner" in Bendern (450 m)
ist natürlich
weniger ansprechend als der Platz vor dem Grand Hotel
in Interlaken. Als ich Freitags die
Startunterlagen abholte, war ich nicht gerade begeistert von diesem
Ambiente. Tatsächlich bietet das Gelände aber eine gute Infrastruktur
für Nachmeldungen, Massagen, Umkleide, Toiletten. Als wir Samstag
Morgen gegen halb acht mit dem Shuttle-Bus aus Malbun dort ankamen,
hingen die Wolken tief, ab und zu nieselte es ein bisschen. Bis zum
Start um neun war noch viel Zeit totzuschlagen. Ich ließ mich
massieren, das erste Mal vor einem Marathon. Sehr
empfehlenswert, wenn es nicht zu voll ist. Aber das ist beim
Liechtenstein Marathon (noch) kein Problem: ca. 550 Starter bilden ein
angenehm übersichtliches Feld, es gibt keine Drängelei vor
oder beim Start, es ist kein Problem von Anfang an sein eigenes Tempo
zu laufen. Ich hasse den Wahnsinn bei den großen Stadtmarathons,
wo sich hunderte unter den Absperrungen ihrer Blöcke durchmogeln,
um den besseren Läufern den Weg zu versperren, und wusste deshalb
diese gelassene Stimmung zu schätzen. Paul und ich stellten uns irgendwo
auf, es machte überhaupt keinen Sinn, weiter nach vorn zu
gehen.
Nach dem Start geht es zunächst 1 km auf der breiten Straße
nach Vaduz, dann macht die Strecke einen scharfen Knick Richtung
Rhein, den man bei km 3 erreicht. Bis
Vaduz (km 10) geht es jetzt am
Rhein entlang. Schon hier ist die Strecke schön. Durch
Vaduz ist man schnell durch und an der Burg beginnt der Anstieg. Die
nächsten 10 km geht es etwa 1000 HM bergauf, also im Schnitt
10%. Tatsächlich ist der Weg oft wesentlich steiler, aber es gibt
eben auch ziemlich flache Abschnitte, bei km 18 geht es sogar eine
Zeit lang eben oder leicht bergab. Die Steigung ist aber nie extrem -
wie etwa der Anstieg von Lauterbrunnen nach Wengen beim Jungfrau-Marathon.
Bei gutem Wetter hätte man auf diesem Abschnitt einen schönen
Blick über das Rheintal gehabt. Nicht so dieses Mal. In Bendern
war es noch trocken und ich hatte die Hoffnung, es würde aufklaren.
Stattdessen sackten die Wolken immer tiefer. Wir liefen durch
Nebelschwaden, ohne jemals blauen Himmel zu sehen. Hin und wieder
nieselte es.
Bei km 21, unmittelbar vor dem Abstieg nach Steg, fing es stark
zu regnen an. Bis ins Ziel wechselten sich Regengüsse mit Nieselregen ab
und natürlich wurde es immer kälter, je höher wir kamen.
Der Bergweg runter nach Steg wurde sehr schnell sehr schlammig und rutschig.
Trotzdem rasten etliche Läfer mit rudernden Armen an mir vorbei.
Erstaunlich.
Nach dem Abstieg nach
Steg (km 25) ist mir das Laufen im welligen
Gelände schwer gefallen.
Ich wurde deutlich langsamer, ganz bewusst, um am Ende nicht völlig
fertig zu sein. Denn das versaut einem den ganzen Marathon. Bis km 32 geht
es netto nur wenig hinauf. Der Weg wird von vielen Bächen gekreuzt.
Durch den Regen waren sie angeschwollen und kaum trockenen Fußes
zu überqueren.
Bei km 30 tröstet mich ein Streckenposten, dass es ja nur noch 12 km
seien. Sehe ich so fertig aus? Bei km 32 stehen ein paar Sanitäter
im Regen, ehe es richtig steil wird. Den folgenden Abschnitt hinauf zum
höchsten Punkt der Strecke, dem "Sassfürkle" (1771 m),
muss ich leider immer wieder gehend zurücklegen. Es ist ein sehr
schöner Abschnitt: Ein Pfad durch kniehohe Sträucher mit
vielen Serpentinen, aber trotzdem zu steil für mich. Kurz vor dem
Pass mündet der Pfad auf einen breiten Forstweg. Jetzt kann ich
wieder laufen. Beim Abstieg vom Sassfürkle nach Malbun kann man die ganze
Zeit schon den Sprecher im Ziel hören. Die Zweite der
Frauen ist nach 3:45 h gerade angekommen. Das baut auf, das Ziel ist
in Reichweite.
Unten angekommen laufe ich etwa 100 m am Ziel vorbei, um die
letzten fünf Kilometer anzugehen. Ich wusste das, aber ich wusste
nicht, wie schwer dieser Abschnitt noch einmal sein würde. Erst
mal geht es auf Asphalt wieder hoch. Ich freue mich, dass ich noch
laufen kann. Viele gehen hier. Dann zweigt ein Pfad durch die Wiesen
oberhalb Malbuns ab, der leicht auf und ab bis an Talende
führt. Hier reichen die Schneefelder noch bis auf die
Strecke. Immer wieder sind kleinere Abschnitte zu überqueren. Es regnet
wieder stark. Ich denke mir die ganze Zeit, dass es doch gleich wieder
runter gehen muss. Stattdessen noch eine Kurve, noch ein Schneefeld
und kurz vor km 40 der Schock: Es geht wieder rauf. Ich mache mir
Luft, schreie laut "Scheiße" und laufe weiter. Was
sonst. Endlich, bei km 40, erreiche ich den Weg runter nach
Malbun. Anders als vorhin in Steg bin ich jetzt nicht mehr
vorsichtig, sondern laufe, so schnell ich kann. Sollen doch die
Muskeln verhärten oder die Knie kaputt gehen: Ich lasse mich
nicht nochmal überholen, da unten ist Schluss. Nach 4:19 h komme
ich ins Ziel.
Trotz Regens war es ein schöner Marathon, eine gute
Alternative zum Jungfrau-Marathon.
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Andere Läufe
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